Grossübung am Dortmunder Flughafen - Kleinflugzeug kollidierte mit Flughafen Gebäude

ÜbungIn einer großangelegten Flugunfallübung probten Dutzende Einsatzkräfte am Samstag, am Dortmund Airport den Ernstfall. Flughafenfeuerwehr, die Feuerwehr Unna, Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Dortmund sowie die Dortmunder Polizei übten gemeinsam mit dem Special Assistance Team (SAT) des Dortmunder Flughafens für die psychosoziale Betreuung von Überlebenden und Angehörigen.

 

 

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Als am Samstagnachmittag der Notfallalarm in der Feuerwehrwache des Dortmunder Flughafens ertönte, startete die von der Internationalen Zivilluftorganisation (ICAO) vorgeschriebene Notfallübung. Zu Schulungszwecken wurde eine große Lage simuliert: Ein Kleinflugzeug mit einer Vier-Mann-Besetzung erfuhr direkt nach dem Start einen Strömungsabriss und weichte vom Kurs ab. Die Maschine kollidierte in dem erfundenen Szenario schließlich mit einem Flughafen-Gebäude im westlichen Bereich des Flughafengeländes. Beim Aufprall stand das Kleinflugzeug in Vollbrand, brennende Trümmerteile lagen auf dem Rollweg und erschwerten die Zufahrt zum Gebäude, in dem sich zu diesem Zeitpunkt 19 Personen befanden.

 

übung3Um das gewählte Szenario möglichst realitätsnah erscheinen zu  lassen, wurden 20 Schauspieler engagiert, die in die Rollen der Opfer und Angehörigen schlüpften. Ein havariertes Kleinflugzeug auf dem Vorfeld in Höhe der Halle 6 wurde zum Dreh- und Angelpunkt des Einsatzes. „Bei der Notfallübung ging es nicht nur darum, die internationalen Sicherheitsanforderungen einzuhalten, sondern die Alarmierungsprozesse und Abläufe, die ein perfektes Zusammenspiel aller beteiligten Einsatzkräfte erfordern, unter extremen Bedingungen zu üben. Im Ernstfall, der hoffentlich nie eintreten wird, müssen alle Einsatzkräfte Hand in Hand arbeiten. Diese Übung war eine gute Gelegenheit, um die erlernten Einsatzabläufe und gemeinsame Vorgehensweisen aller beteiligten Behörden zu vertiefen und Optimierungspotential zu erkennen“, erläuterte Thorsten Reckwitz, Leiter der Flughafen-Feuerwehr Dortmund.

 

Bei der Bewertung der Lage spielte auch die Polizei Dortmund eine signifikante Rolle. Deshalb waren bei der Übung am Samstag auch zahlreiche Polizeieinsatzkräfte vor Ort, um die inszenierte Lage zu ordnen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Der leitende Polizeidirektor Dieter Keil betonte die Bedeutung der Flugunfallübung: „Bei der Bewältigung von Flugzeugunfällen müssen Polizei, Feuerwehr und andere Behörden eng und koordiniert mit dem Flughafen zusammenwirken – dies gelingt am besten, wenn es regelmäßig realistisch geübt wird.“

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